Geschichte

  • 1903

    Luna Park Coney Island

    1903 — Der Beginn der Luna Park Bewegung

    Der erste Vergnügungspark unter diesem Namen wurde 1903 von den Schaustellern und Unternehmern Frederic Thompson und Elmer Dundy auf Coney Island bei New York eröffnet. Der Park wurde entweder nach dem Luftschiff „Luna“, einem Teil der zentralen Attraktion „A Trip to the Moon“ oder nach Dundys Schwester benannt.
    Es folgten „Luna Parks“ in Pittsburgh und Cleveland. Schließlich schwappte die Idee auf alle Kontinente, außer der Antarktis, über und „Luna Park“ wurde zum Synonym für „Vergnügungspark“.

  • 1911

    Kartenausschnitt 1913

    Altona-Nord, Diebsteich-Gelände

    1911 ist der Diebsteich noch vollständig erhalten. Westlich des Teiches fließt der Isebek in ein Rückhaltebecken, östlich verläuft er weiter bis zum Alsenplatz.

    Die Gleise der Kaltenkirchen-Bramstedt-Altona-Bahn führen noch direkt an der Pinneberger Chaussee (heute Kieler Straße) bis zum Endbahnhof an der Holstenstraße.

  • 1912

    1912 — Baubeginn

    Im Herbst 1912 beginnt der Bau des Luna Parks. Parallel dazu sucht die Betreiber-Gesellschaft per Anzeige Pächter für Lokale, Geschäfte, Buden, Serviceeinrichtungen und Werbeflächen. Geplanter Eröffnungstermin ist der 1. Mai 1913.

    Anzeige Luna-Park-Gesellschaft
  • 1913

    Luna Park Eröffnung

    1913 — Eröffnung

    Am 28. August 1913 um 16:00 Uhr wird der Luna Park Altona eröffnet.

  • 1914

    Kartenausschnitt

    Die Verkehrsverbindungen sind vorzüglich. Der Holstenbahnhof liegt kaum drei Minuten, der Bahnhof Emilienstraße der neuen Eimsbüttler Hochbahnstrecke, kaum 10 Minuten entfernt.

    Der neue Kaltenkirchner Bahnhof liegt jetzt unmittelbar neben dem Park. Außerdem führt eine Anzahl elektrischer Straßenbahnlinien in nächster Nähe vorbei.

    Für Besucher mit Automobilen wird ein eigener Standplatz am Park errichtet.

    Mobilmachung 1914

    1914 — Hochbetrieb vor dem Ersten Weltkrieg

    Nach dem Attentat in Sarajevo am 28.6. 1914 beginnt Anfang August 1914 der Erste Weltkrieg.
    Der  Luna Park muss schließen. Ein genaues Datum ist nicht bekannt.

  • 1921

    Luftbild Luna Park 1921
    Luftbild Luna Park Altona 1921, Foto: Staatsarchiv Hamburg

    1921 — Depression

    Der Luna Park bietet einen tristen Anblick:
    Alle Schaustellergeschäfte, die “Scenic Railway” und die Radrennbahn sind abgebaut. Nur das Eingangsportal und die festen Gebäude stehen noch.

  • 1923

    Hugo Haase Park
    Eingang Hugo Haase Park Hamburg-Stellingen, Foto: unbekannt

    1923

    Die Verkehrs-Kommission der Städtischen Kollegien Altona beschließt die Vermietung des Luna Park Geländes an die Hugo Haase Ausstellungs- und Vergnügungspark-Gesellschaft. Es wird eine jährliche Miete von 5 Millionen Mark festgesetzt.

    Der zweite Luna Park Altona

    Der “Schaustellerkönig” Hugo Haase übernimmt die Leitung des Luna Parks Altona und beschickt ihn mit Fahrgeschäften und anderen Attraktionen des ehemaligen Huge-Haase-Parks in Hamburg-Stellingen.

    Der Luna Park Altona wird Pfingsten 1923 neu eröffnet.

  • 1925

    Kartenausschnitt 1924

    1925 — Das Ende

    Auch die zweite Version des Luna Parks Altona steht unter keinem guten Stern. Die wirtschaftliche Lage nach Kriegsende ist katastrophal. In den Zeiten von Inflation und später Hyperinflation wird der Park unrentabel.

    1925 beschließt Hugo Haase, den Luna Park Altona endgültig zu schließen, um nicht sein gesamtes Unternehmen zu gefährden. Er ließ den Park in Trümmer legen.

  • 1926

    Kartenausschnitt 1927

    1926 — Bau des Arbeitsamts Kieler Straße

    Arbeitsamt Kieler Straße

    Der von Gustav Oelsner geplante kubische Stahlbetonbau mit Innenhof hat eine sichtbare Skelettfassade. Die Wandflächen sind mit Keramikplatten verkleidet.

    Wie auf der Karte zu sehen ist, steht das Gebäude genau an der Stelle des ehemaligen Eingangsportals des Luna Parks Altona.

  • 1927

    1927
    Kartenausschnitt 1930

    1927 — Umgestaltung des Luna Park Geländes

    Als Zufahrt entsteht die Straße Lunapark, die später in Memellandallee umbenannt wird. Die kleine Parkfläche, die heute als Kinderspielplatz dient, markiert ungefähr den Standort des Musikpavillons des ehemaligen Luna Parks.

    Die an der Kieler Straße gelegene Fläche wird nach Plänen von Gustav Oelsner mit Wohnhäusern bebaut, der übrige Teil soll für Sport- und Spielplätze genutzt werden. An dieser Nutzung hat sich bis heute nichts geändert.

  • Heute

    Luftbild Heute

    Heute

    Aktuelles Luftbild (Google Earth)