Freudenrad

Hugo Haases Freudenrad ist Teil einer Gruppe von „aktiven“ Fahrgeschäften, bei denen die Besucher selbst zum Teil der Show werden:
Diese Attraktion besteht aus einer großen, sich drehenden Holzscheibe, die horizontal auf einer Plattform montiert ist. Die Teilnehmer sitzen auf der Scheibe, und während sie sich dreht, wird es durch die Zentrifugalkraft zunehmend schwieriger, sitzen zu bleiben. Das Ziel ist es, so lange wie möglich auf der Scheibe zu bleiben, während sie immer schneller wird, was oft dazu führt, dass die Teilnehmer durch die Kraft heruntergeschleudert werden.

Die Fahrt wird typischerweise von lebhafter Musik und Kommentaren eines „Rekommandeurs“ begleitet, der auch das Publikum einbezieht und so zur Unterhaltung beiträgt. Manchmal werden zusätzliche Herausforderungen eingeführt, wie ein großer Ball oder ein Seil, das über die Scheibe geschwungen wird, um die Teilnehmer weiter aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Das Freudenrad ist bekannt für seine Einfachheit, bietet aber sowohl den Teilnehmern als auch den Zuschauern viel Spaß und Gelächter.

Auf der Münchener Wiesn und anderswo heißt diese Attraktion „Teufelsrad“

Boxen im Luna Park

Dem Publikum wird in nächster Zeit Gelegenheit geboten werden, einen Sensationsboxkampf anzusehen, und zwar zwischen einem der berühmtesten Boxer der Welt, Kid Johnson aus USA und Max Roberts, zweitem Schwergewichts-Champion von Frankreich. Kid Johnson ist ein Neffe des Weltmeisterboxers Jack Johnson. Er gilt als der zukünftige Weltmeister, da er über eine eminente Technik, enorme Schnelligkeit und große Force verfügt. Von 121 Kämpfen, die er ausführte, verlor er nur zwei und gewann 119.
Kid Johnson wird am Sonnabend Abend 9:00 Uhr im Lunapark in „Oberbayern“ einen Kampf von 15 Runden zu je 3 Minuten gegen Max Roberts liefern.

Der amerikanische Boxer Kid Johnson (Bildmitte) trainiert finnische Polizisten.
Helsinki 1912

Max Roberts

Hamburger Dom

Mit der Übernahme des Parks durch den „Karusselkönig“ Hugo Haase, änderte sich auch das Unterhaltungskonzept grundlegend. Standen zuvor die Angebote in den eigens hierfür errichteten Gebäuden wie Theater, Kabarett und Tanzveranstaltungen im Vordergrund, so verlagerte sich der Schwerpunkt in Richtung Rummelplatz mit vielen vom DOM bekannten Geschäften des Schaustellers Haase.

Stadtbauinspektor Jakstein mahnte:

Hamburgs winterliches Domvergnügen stellt einen Sammelpunkt billiger Volksbelustigung dar. Auch der vornehme Hamburger versäumt nicht, es gelegentlich einmal zu besuchen…

Wenn wir nun mit dem Bau künstlerischen Resultat zufrieden sein sollten und vielleicht glauben, sogar etwas Besonderes erreicht zu haben, dann darf der Hinweis auf die oben erwähnten weiteren Missstände in unserem Volksbelustigungswesen wohl aber noch einmal bekräftigt werden. Das schöne Äußere macht es doch wirklich nicht, solange gewisse Widerwertigkeiten der Jahrmarktsvorstellungen nicht abgeschafft worden sind. 

bsp zersaegte frau

Die zersägte Dame

Wellenschwimmbad

Wellenschwimmbad

Das Wellenschwimmbad des Luna Parks war ähnlich aufgebaut, wie die Anlage auf der Hygiene-Ausstellung in Dresden 1910 (Foto).

Das Bad vom Typ „Undosa“ war eine von Diplomingenieur Recknagel konstruierte, transportable Schwimmhalle. Der künstliche Wellenschlag von bis zu einem Meter Höhe war ein Patent von Professor Ludwig Brieger. Neben dem Spaß durch die hohen Wellen versprach der Leiter des Hydrotherapeutischen Instituts der Berliner Universität auch einen medizinischen Wert durch Wassermassage, die er auch für Entfettungskuren empfahl.

Wellenschwimmbad

Germanicus Görner – der stärkste Mann der Welt

Hermann Görner galt zu seiner Zeit als stärkster Mann der Welt. Er trat international als Kraftathlet auf. In Südafrika lernte er seine Frau Elisie kennen, die er in sein Programm einbaute. Er trat in Variétes, Theatern und vor allem in Zirkussen auf.

Er zeigte dabei viele spezielle Kraftübungen und imposante Vorführungen, wie das Ringen mit einem kleinen Elefanten oder das Tragen einer Brückenkonstruktion auf dem Rücken, über das ein mit sechs Personen besetzter Personenkraftwagen fuhr.

Platzkonzert

Der Brand von Moskau 1842 – eine multimediale Show

Diese pyrotechnische Show wurde in vielen Städten Deutschlands aufgeführt. Im Luna Park Altona zeigten 180 m breite und 15 m hohe Transparente  die brennende Stadt.

Der Bonner General-Anzeiger beschrieb das Spektakel:
„Ein eigenartiges Feuerwerk bot sich gestern Abend den Besuchern dar. Auf der Festwiese ragten dunkle – anscheinend wahllos aufgestellte – Gerüstbauten empor, die in den Umrisslinien Dächer, Türme, Bastionen, Häuser erkennen ließen. Als die Dunkelheit kam, flammte plötzlich ein Flämmchen an einer Hausreihe auf. Das Flämmchen kroch hurtig weiter, fand reiche Nahrung, und nicht lange, so zuckten und züngelten rote und weiße Flammen an allen Ecken und Gassen „Moskaus“ auf. „Der Brand von Moskau 1812″ wurde im Feuerwerk dargestellt. Mit einigem Aufwand von Phantasie vermochte sich das staunende Publikum diesen schauerlichsten aller Riesenbrände vorzustellen. Es prasselte und knatterte, und Rauch und Flammen stiegen aus sinkenden Trümmern in den Nachthimmel, der, um das Schauspiel noch effektvoller zu machen, seinen dunkelsten Samtmantel umgeworfen hatte. Dazwischen stiegen Raketen auf, und rotes und grünes Licht beleuchtete das in Asche zerfallene „Moskau“, überragt von den dunklen Konturen unserer heimischen sieben Berge.“

Allo Diabolo – der Teufelsfahrer

Biergaststätte Oberbayern