Völkerschauen

Die Völkerschauen waren im 19., 20. und 21. Jahrhundert äußerst beliebte Attraktionen. Als ethnologische Ausstellungen verbrämt gab es sie in verschiedenen Varianten. In der zirkusähnlichen Schau waren die Zuschauer nur Betrachter. Im sogenannten „Eingeborenendorf“ durften die Hütten oder Behausungen betreten werden und in den „Freak-Shows“ wurden vermeintlich „abnormale“ körperliche Eigenarten zur Schau gestellt. Die Ausstellungen betonten oft die kulturellen Unterschiede zwischen Europäern der westlichen Zivilisation und nicht europäischen Völkern, die einen für primitiver gehaltenen Lebensstil pflegten.

Beliebte Völkerschau Themen waren:

  • Nubische Karawane
  • Bella-Coola-Indianer aus Nordwestamerika
  • Sioux-Indianer
  • Sudanesen Karawane
  • Lappländer
  • Birma
  • Somali Expedition
  • Suaheli Karawane
  • Eskimos

Einer der bekanntesten Ausrichter von Völkerschauen in Deutschland war der Hamburger Zooinhaber Carl Hagenbeck.
Kaiser Wilhelm II. schaute höchstpersönlich in Hamburg vorbei, um eine von Hagenbecks Völkerschauen zu inspizieren.

Bild: Bundesarchiv