Lustige Stadt

Die lustige Stadt

Lustige Stadt

„Zahlreiche kleine Häuschen, von denen man nicht weiß, ob sie nach vorn oder hinten, nach rechts oder links umfallen wollen, ziehen sich an den Wänden der Halle hin, keines steht gerade, alles ist schief und krumm, die Haustür selbst steht sich zackig an, die Türme kippen rechts und links und drohen auf die Straße zu stürzen.

Die Konturen der verschiedenen Häuschen erhellen elektrische Glühlampen in den seltsamsten Farbentönen. Alles geschaffen, um der Gemütlichkeit ein reiches Feld zu schaffen. In den Häuschen sind Kaffee-, Bier-und Weinstuben untergebracht; daneben Verkaufsstände, auf denen alle möglichen Genussmittel feilgehalten werden. Gute Musikkapellen sorgen für die Unterhaltung der Gäste, und wer von diesen das Tanzbein schwingen will, findet hierzu eine geeignete Diele.

Ein tiefblauer Himmel wölbt sich über die lustige Stadt, übersät mit einer Unmenge von Sternen, durchzogen von der Milchstraße. Aus einer Ecke lächelt der Mond auf die fröhliche Gesellschaft, die sich hier ein Stelldichein geben wird. Eigenartig sind auch die verschiedenen Formen, die man zur Beleuchtung der großen Halle gewählt hat, die dem Ganzen aber doch eine harmonische Stimmung verleihen“.

Hamburgische Correspondent

lpa tanz nachmittags

Bauerntanzplatte

Völkerschauen

Die Völkerschauen waren im 19., 20. und 21. Jahrhundert äußerst beliebte Attraktionen. Als ethnologische Ausstellungen verbrämt gab es sie in verschiedenen Varianten. In der zirkusähnlichen Schau waren die Zuschauer nur Betrachter. Im sogenannten „Eingeborenendorf“ durften die Hütten oder Behausungen betreten werden und in den „Freak-Shows“ wurden vermeintlich „abnormale“ körperliche Eigenarten zur Schau gestellt. Die Ausstellungen betonten oft die kulturellen Unterschiede zwischen Europäern der westlichen Zivilisation und nicht europäischen Völkern, die einen für primitiver gehaltenen Lebensstil pflegten.

Beliebte Völkerschau Themen waren:

  • Nubische Karawane
  • Bella-Coola-Indianer aus Nordwestamerika
  • Sioux-Indianer
  • Sudanesen Karawane
  • Lappländer
  • Birma
  • Somali Expedition
  • Suaheli Karawane
  • Eskimos

Einer der bekanntesten Ausrichter von Völkerschauen in Deutschland war der Hamburger Zooinhaber Carl Hagenbeck.
Kaiser Wilhelm II. schaute höchstpersönlich in Hamburg vorbei, um eine von Hagenbecks Völkerschauen zu inspizieren.

Bild: Bundesarchiv

Lebender Irrgarten

Luna Park Altona Marsch

Mattler’s Theater – Klassiker kurz gefasst

Mattler (1770-1857) war Direktor eines kleinen Marionettentheaters am Spielbudenplatz in Hamburg-St. Pauli. Sein Mitarbeiter und späterer Nachfolger Danneberg machte daraus eine Schauspielbühne. Das Publikum bestand vor allem aus Jugendlichen, Matrosen oder wandernden Handwerksgesellen, für die der Besuch des Theaters ein Erlebnis war. Der besondere Reiz bestand in der Interaktion zwischen dem Publikum und den Akteuren auf der Bühne, die oft zu lustigen Szenen führte.
In Dannebergs Inszenierungen dauern die Klassiker nur etwa eine halbe Stunde, denn alles „Störende“ wurde einfach heraus gestrichen.

Toboggan – die Superrutsche

Ein Toboggan stand auf vielen Rummelplätzen. Ein schnelles Förderband transportierte die Fahrgäste zur Turmmitte. Kleine Ungeschicklichkeiten der Fahrgäste bei der rasenden Fahrt sorgten für die Belustigung umstehenden der Zuschauer. Von der oberen Plattform ging man über Stufen zur Spitze, um von dort auf einer Unterlage über die gewendelte Rutschbahn zurück nach unten zu gelangen.

Der Toboggan gehörte zu den „aktiven“ Fahrgeschäften, bei denen die Besucher selbst zum Teil der Show wurden.

Radrennen

Radrennbahn

Der Bau einer Radrennbahn war schon in dem ersten Plan von 2012 vorgesehen. Obwohl ein großer Bedarf seitens des Radsportverbandes bestand, geschah lange Zeit gar nichts.

Dann, am 15.1.1914 meldete die Neue Hamburger Zeitung:

Zum Frühjahr soll nun Hamburg-Altona endlich seine Radrennbahn erhalten. Von den verschiedenen Bewerbern um die Errichtung einer Radrennbahn hatte die Lunapark-Gesellschaft in Altona von dem Verband Deutscher Radrennbahnen Anerkennung gefunden, und ihr war die Aufnahme in den Verband zugesichert worden.

Am 15.2.1914 ergänzte der Hamburgische Correspondent:

Der Plan, eine 400 m lange Radrennbahn zu errichten, ist fallen gelassen und die Anlage einer modernen 500 m-Bahn beschlossen worden. Mit dem Bau soll in allernächster Zeit begonnen werden…

Die Bahn wurde nie gebaut.

Breslau Grueneiche 1913

So ähnlich, wie hier die Radrennbahn Breslau Grueneiche in 1913, sollte sie aussehen, die repräsentative Radrennbahn im Luna Park Altona.

Selbst die Baupläne für die Tribüne waren fertig

Schweizer Haus – die Sennhütte

Feuerwerk